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° PROJEKTE


• Im Frühjahr 2000 wurden an der Magdeburger Zollbrücke Eichenpfähle geborgen. Nach dem Abtragen der Stützwand wurde eine alte Pfahlgründung sichtbar. Sie gehörte zu einer gebauten Brücke über die Zollelbe. Unter komplizierten Bedingungen wurde eine große Anzahl von Pfählen aus dem Ufergrund gezogen. Das Alter des Holzes wird auf ca. 400-500 Jahre geschätzt. Davon stand es über 300 Jahre im Ufergrund. (genau hier)


Die gezogenen Eichenholzpfähle haben eine Länge von 200 bis 450 cm. Der Querschnitt von ca. 35x35 cm ist meist quadratisch. Die Pfähle sind angespitzt, viele haben eine angesetzte (angenagelte) Eisenspitze. Durch die Konservierung im Elbsand sind die Pfähle für die künstlerische Bearbeitung mit Holz ein gutes Ausgangsmaterial.


• Die ZOLLBRÜCKE ist eine der ältesten Brücken Magdeburgs (ca.1820 erbaut).
Die vier Plastiken - Schifffahrt, Handel, Maschinenbau und Landwirtschaft- wurde vor Jahren vom ihren Sockeln gestoßen und 2007 wieder durch Kopien ersetzt. Die im klassischen Sinne erbaute Brücke überspannt die Zollelbe, an welcher sich einst der Zoll-Hafen befand. Zum Stadtpark hin, weitet sich der 1842 angelegte Winterhafen. An dessen Ufer erhob sich die berüchtigte Magdeburger Zitadelle.


Die Brückengründung mit den Eichenholzpfählen stammt vermutlich von der ersten Vorgängerbrücke um 1700 und hat auch einen historisch geschichtlichen Hintergrund. Otto von Guericke war in seiner Funktion als Festungsbauingenieur von 1628 bis 1646 in der alten Stadt Magdeburg auch für die Erhaltung und den Wiederaufbau der hölzernen Strombrücken über die Elbe verantwortlich. Nach 1632 plante und beaufsichtigte er die Arbeiten, um Festung und Brücken wieder aufzubauen. Reste dieser damaligen Brücke ragen bei Niedrigwasser noch nahe der heutigen Zollbrücke aus der Zollelbe.


• Die hier dokumentierten Entwürfe, mit dem Material Holz und Metall ist eine Art künstlerisch gestalterische Auseinandersetzung um die Pfahlgründungshölzer in ihrer natürlichen Art sichtbar zu machen.


• Bei weiteren Brückenbauarbeiten am Elbeumflutkanal in der Nähe von Magdeburg mussten alte Pfahlgründungen entfernt werden. (genau hier)

Für Erweiterung und Bau einer neueren Brücke wurden ca. 100 alte Eichenpfähle aus dem Ufergrund gezogen. Die damalige, um 1820 errichtete Brückenkonstruktion sollte das alte Umflutgebiet der Elbe mit den Ortsteilen Biederitz/Heyrothsberge verbinden. Die alten Eichenpfähle wurden aus dem angrenzenden Wald vor Ort verbaut und als Trägerkonstruktion für diese Brücke verwendet. Die gut erhaltene Gründungspfahle wurden vor der Entsorgung gerettet und werden für die künstlerische Gestaltung in einem anderen Kontext gesetzt.

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